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WESEN der MaineCoon Katze

Es ist kein Recht eine MaineCoon zu besitzen - es ist ein Privileg (Carol Himsel Daly)


Es ist ihre Größe, Kraft und die Symbiose aus Wildheit und Sanftmut, die das Interesse von Katzenliebhabern weckt - aber es ist ihr unbeschreibliches Wesen, das einen von dieser wunderbaren Rasse nie mehr loskommen lässt.

Die MaineCoon, auch sanfte Riesen genannt, zählen neben der Norwegischen Waldkatze und der Ragdoll (lt. offizieller Rassebeschreibung) zu den größten und schwersten Hauskatzen der Welt. Kätzinnen werden zwischen 4 bis 7 kg schwer, Kater sind etwa 2-3 kg schwerer. Dabei sind MaineCoons extreme Spätentwickler, die erst mit 3-4 Jahren wirklich ausgewachsen sind.

MaineCoons sind trotz ihres wilden Aussehens und ihrer stattlichen Größe sehr freundliche und gesellige Katzen. Sie vertragen sich sehr gut mit anderen Haustieren (für Kanarienvögel und Goldhamster würde ich das allerdings nicht garantieren...) und folgen ihrem Menschen gerne auf Schritt und Tritt.

Sie sind unglaublich gutmütig und verspielt, brauchen aber einiges an Aufmerksamkeit und Zuwendung von ihrem Besitzer. Spiel- und Schmusestunden werden sonst mit Nachdruck von Ihnen eingefordert.

MaineCoon Katzen sind eine sehr liebenswerte und menschenbezogene Katzenrasse. Sie folgen ihrem Menschen in jedes Zimmer, darum wird sie auch gerne Hundekatze genannt. Sie nehmen als Partner auf eine sehr selbstständige und unabhängige Weise am Familienleben teil. Dabei sind sie sehr verschmust und lieben Zuwendung und Streicheleinheiten, sie sind aber vom Charakter keine Schoßkatzen, sie wird sich lieber auf einem Stuhl in der Nähe niederlassen. Coonies teilen unser Leben, aber sie sind keine aufdringlichen “Kletten”. Wer eine reine Schoßkatze sucht wird bei anderen Rassen sicher eher fündig.

MaineCoons sind unbeschreiblich neugierig. Ihre Dosenöffner (Besitzer) können nichts reparieren, basteln, lesen oder irgendwie tätig sein, ohne dass neugierige Coonies ihre Köpfe unter Ihrem Arm durchstecken um dem merkwürdigen Treiben ihres Menschen auf den Grund zu gehen. Man kann sie vor Neugier fast zum Platzen bringen, wenn man ein “wichtiges” Gesicht aufsetzt und in einer Schachtel herumraschelt ohne sie hineinsehen zu lassen ;-)

MaineCoons sind entspannt und von einer angenehmen Leichtigkeit. Sie sind lebhaft und bleiben ihr Leben lang verspielt. Bietet man ihnen nicht genügend Spielmöglichkeiten, so finden sie selber welche. Alles ist interessant und wird einer Betrachtung ausgesetzt. Beim Spielen zeigt sich übrigens auch, daß MaineCoons eher boden-orientiert sind. Sie lieben es, irgendwelche Gegenständen am Boden nachzujagen und diese mit ihren großen Füßen zu behaken, was auf ihre Instinkte als ausgezeichnete Mäusejäger hinweist. Dabei sind sie, gemessen an andere Katzen, von einer überduchschnittlichen Reaktion und Schnelligkeit. Spielt man mit der bloßen Hand mit einer Maine Coon, darf man sich über blutige Finger nicht wundern. Sie ist immer schneller!
Da diese Naturburschen ordentlich Power haben sind sie sicherlich keine Idealbesetzung für ein 20 m² Singledomizil. Sie benötigen einen möglichst deckenhohen stabilen Kratzbaum zum Klettern, Toben, Spielen und Krallenwetzen, aber auch Rückzugsmöglichkeiten. MaineCoons sind auch hervorragende Springer. Sätze von 2 bis 3 Meter stellen kein Problem für sie dar. Können Sie ihr Ziel jedoch auf eine bequemere Weise erreichen, so werden sie diese mit Sicherheit vorziehen.

MaineCoons lassen sich als reine Wohnungskatzen halten und eigen sich daher auch für Berufstätige. Das liegt an ihren ausgeprägten Schlafbedürfnis. Ausserdem ist eine MaineCoon täglich bis zu 16 Stunden mit Schlafen und Körperpflege beschäftigt. Vorausgesetzt sie haben ausreichend Platz und viele Möglichkeiten zum spielen damit ihr nicht langweilig wird.

Zu den Besonderheiten von MaineCoons zählt auch ihr “Gurren”. Man traut diesen imposanten Katzen so ein zartes Stimmchen gar nicht zu. Ihr Gurren und Maunzen begleitet einen ständig. Wenn sie mit ihren Menschen sprechen gurren sie wie verliebte Tauben im Frühling - und manche Coonies sind sehr gesprächig...
Im Gegensatz zu anderen Rassen lieben diese Katzen das Wasser! Das liegt wohl auch daran, daß sie durch ihre eigentlich wilde Abstammung noch eher daran gewöhnt sind und daß durch ihr Fell sowieso nur selten Wasser an den Körper gelangt. Alles was ihnen in die Pfoten kommt wird erst einmal im Wassernapf “gewaschen”. Im Sommer lieben sie ihr kleines Planschbecken auf den katzensicheren Balkon.

Ein weiterer coonie- typischer Wesenszug (der fairerweise nicht verschwiegen werden sollte) ist:
Sie klauen wie die Elstern!!! Sie glauben mir nicht? Dann sind Sie herzlich eingeladen uns einmal zu besuchen... Die Liste verschwundener Gegenstände ist endlos, vom Autoschlüssel über Kugelschreiber, Küchenschwamm usw. Dabei legen sie nicht selten richtige kleine Lager an.
Wirklich sicher ist nur - vor Coonies ist rein gar nichts sicher!
Sie erziehen Ihre Dosenöffner zur Ordnung. Sie benutzen mit Vorliebe ihre Pfoten, was dazu führt, dass sie problemlos Türen und Wasserhähne öffnen und kleine Objekte aufnehmen können. MaineCoons sind auch begabte „Apportierer“.

Viele MaineCoons nehmen ihr Futter mit der Tatze auf und fressen nicht direkt aus dem Futternapf. Ich brauche ja auch nicht zu erwähnen was passiert, wenn man den Abendbrot-Tisch mit Wurst und Käse gedeckt hat und im Büro das Telefon klingelt. Aber MaineCoons sind ja gar nicht so -und ein paar (abgeschleckte) Butterbrote bleiben auch meistens übrig...

Der Charakterunterschied fällt zwischen den Männchen und Weibchen extrem aus. Die Katzen sind mütterlich und treten würdevoll auf. Die Kater bleiben ihr Leben lang wahre Clowns, die immer im Mittelpunkt stehen wollen und laufend Unsinn verzapfen.


Von ihren Streichen erholen sich Coonies gerne bei einem Nickerchen an den unmöglichsten Plätzen, wobei eine Pfote fast immer herunterbaumelt. Dabei rollen sie sich zufrieden seufzend um ihr Bäuchlein und träumen von all den Abenteuern, die die Welt für MaineCoons noch bereit hält....