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Eine Magen-Darm-Geschichte namens Giardia lamblia
(Bitte besprechen Sie im Zweifelsfall Ihre Beschwerden und Maßnahmen mit einem Arzt Ihres Vertrauens!)

Wer viel im Internet unterwegs ist und regelmäßig in Katzenforen liest, der weiß Giardien ist keine einfache Diagnose. Man liest von der Hartnäckigkeit dieser Parasiten, vom Hygieneaufwand der betrieben werden muss und der hohen Ansteckungsgefahr für Mensch und andere Tiere.

Noch vor einigen Jahren waren die Giardien bei uns relativ unbekannt, aber durch Urlaubsreisen in südliche und östliche Länder, sowie Tiere aus dem Ausland, die hier - ohne ärztliche Untersuchung - eingeführt werden, haben die Infektionen mit Giardia lamblia sehr zugenommen, auch immer mehr kleinere Katzenhaushalte sind zunehmend betroffen. Giardien sind nicht wirtsspezifisch, d.h. sie kommen z.b. auch bei Kaninchen, Hund und Katze vor. Zieht z.B. ein symptomfreies infiziertes Kitten ein, kann es schnell durch den Umzugsstress oder Impfung zum Ausbruch der Krankheit und zur Ansteckung aller Tiere im Haushalt kommen. Zurzeit sind sie, nach Würmern, wohl die zweithäufigste parasitäre Infektion (etwa 10% der Weltbevölkerung sind mit Giardien infiziert). Eine Infektion mit Giardia lamblia wird Giardiasis oder Giardiose genannt.

Und bitte nicht denken, ein Befall sei ein Hinweis auf unsaubere Zustände. Diese kleinen Mistviecher sind mega-ansteckend und lieben grössere Tier-Bestände. Unsichtbar, kann man sie von Ausstellungen und Tierarztpraxen mitbringen. Sie sind in fast jedem stehenden Gewässer zu finden, auch Pfützen.

Mit diesem Artikel will ich versuchen das ganze Thema zu durchleuchten und die vorherrschenden Ängste zu vertreiben. Beginnen wir mit einem Blick auf die medizinischen Fakten.

Was sind Giardien?

Giardien (Gruppe der Zoonosen), auch Lamblien genannt, sind einzellige, mikroskopisch kleine Dünndarm – Parasiten, die sich weltweit bei Mensch und Tier ansiedeln können

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Sie heften sich mit einer „Bauchhaftscheibe“ an die Dünndarmwand oder bewegen sich mit ihren acht Geißeln frei zwischen den Darmzotten, vermehren sich millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut und ernähren sich von kohlenhydratreicher Nahrung Man unterscheidet bei Giardien zwei unterschiedliche Stadien:

Trophozoiten: In dieser Phase haben sie keine schützende Zyste um sich, sie fressen und teilen sich um sich zu vermehren. Sie sterben an der Luft innerhalb von Sekunden ab.

Zysten: In dieser Phase umgeben sich jeweils zwei Giardien mit einer schützenden Hülle, bei geeigneten Umweltbedingungen überleben sie so monatelang außerhalb eines Wirtskörpers. Beide Formen werden über den Kot ausgeschieden und sind sofort infektiös . Bereits 10 Zysten reichen als Infektionsdosis aus. Durch die Zystenform sind die Giardien nicht empfänglich für normale Desinfektionsmittel und auch viele chemische Mittel können ihnen nichts anhaben
Außerhalb des Wirtskörpers bleiben Giardien in feuchten Böden 7 Wochen lebensfähig, im 4 Grad Celsius kalten Wasser bis zu drei Monaten,
bevor sie vom neuen Wirt über verschmutztes Wasser oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. So bildet sich ein immer wiederkehrender Kreislauf.


Inkubationszeit:

Die Präpatenz ( Zeitdauer von der Aufnahme der Zysten bis zum Auftreten von ersten Trophozoiten ) dauert lt. Laboklinik 6-15 T age, die Inkubationszeit wird mit 7-21 Tagen angegeben.


Übertragung / Ansteckung

Giardien werden meistens über den fäkal - oralen Weg übertragen. Hier die häufigsten Übertragungswege: - über den Kot (schnüffeln, oder lecken an fremden Kot, oder auch am After des infizierten Tieres) - über verseuchtes Trinkwasser / Futter / Pfütze im Freien - durch Kot verunreinigte Plätze z.B. in der Wohnung
Manchmal auch Fliegen

Gerade bei freilaufenden Katzen kommt es dann zu einer epidemieartigen Ausbreitung im Katzenrevier

Die Giardiose ist eine Zoonose, dies bedeutet, dass die Krankheit von Tieren auf Menschen übertragen werden kann. Wirklich gefährdet sind aber nur kleinere Kinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Wer normale hygienische Maßnahmen ergreift, braucht keine Angst haben sich anzustecken. Umgekehrt können aber auch Tiere von Menschen angesteckt werden. Viel häufiger ist allerdings die Ansteckung von Mensch zu Mensch und von Tier zu Tier.
Beim Menschen wird eine Infektion mit Giardien meist mit einer Reise in tropische Regionen oder Abenteuerreisen in die freie Natur erklärt. Tatsächlich sind die hygienischen Bedingungen in diesen Gebieten oder „Camps“ oft ungenügend, so dass eine Ansteckung durch Wasser oder Nahrungsmittel leicht möglich ist.

Symptome bei einer Giardiose

Die nachfolgend beschriebenen Symptome
können bei einem Giardienbefall auftreten, müssen aber nicht. Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen, sie scheiden lediglich den Parasiten mit ihrem Kot aus. Da auch andere Parasiten oder Erkrankungen die gleichen Symptome verursachen können, sollte vor einer Behandlung gegen Giardien diese immer in einer Kotprobe nachgewiesen werden: Sowohl das Anheften an die Darmschleimhaut, als auch der von Giardien produzierte Giftstoff können folgende Symptome verursachen:

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • stark stinkender Kot
  • Blut im Kot
  • Fieber
Vor allem bei Jungtieren,gestresste, chronisch kranken sowie alten Katzen führt eine Giardiose zu leichten oder heftigen Symptomen, da bei den einen das Immunsystem noch nicht voll ausgeprägt ist und bei den anderen es durch Alter oder andere Krankheiten geschwächt ist. Häufig leiden sie an chronischem Durchfall, der oft mit Schleim überzogen ist und fettig oder hellbraun bis gelblich aussehen kann. Eventuell kann der Durchfall auch blutig sein. Meistens haben die Tiere einen normalen Appetit, spielen und verhalten sich völlig normal, können aber trotzdem abnehmen. Es kann auch Blutarmut oder Juckreiz/Ekzem entstehen.
Falsche Ernährung (Trockenfutter) oder eine geschwächte Darmflora der Katze begünstigen die Infektion. - Die Tiere verwerten die Nahrung um einiges schlechter und es droht die Gefahr der Mangelernährung. (Gewichtsverlust, Verkümmern der Tiere bei unverändertem Appetit, deformierte Babies bei schwangeren Katzen die befallen sind). Vom der unmittelbaren Gefahr durch den Durchfall mal ganz abgesehen. Kohlenhydratreiche Nahrung soll das Auftreten klinischer Symptome fördern, also sollte man in dieser Zeit Abstand vom Trockenfutter nehmen.


Diagnose

Auch mit den heutigen Möglichkeiten ist es sehr schwer Giardien nachzuweisen.
Es gibt 2 Möglichkeiten:


1. Der Nachweis von Giardien Trophozoiten

Vorweg sei gesagt, dass Trophozoiten binnen weniger Minuten an der Luft absterben. Von daher ist der Nachweis von Trophozoiten sehr schwer, da man auf sehr frischen Kot angewiesen ist, oder gar einen Einlauf machen muss, um den Kot direkt aus dem Darm zu bekommen. Deshalb gilt diese Diagnosemethode heutzutage als veraltet.

2. Der Nachweis von Zysten im Kot

Diese Methode wird heutzutage wesentlich häufiger angewendet. Allerdings birgt auch sie Gefahren, denn die ersten Zysten werden frühestens 5 Tage (-16 Tage) nach dem ersten Durchfall ausgeschieden und nicht bei jedem Stuhlgang werden Zysten mit abgeführt. Hier ist der Halter gefragt, denn er muss den Kot des Tieres am besten über 3 - 5 Tage hintereinander in einem luftdichten Gefäß im Kühlschrank sammeln, da so die Möglichkeit, Zysten im Kot nachzuweisen steigt.

Entweder erfolgt die Abgabe der Kotprobe beim Tierarzt, der auch die passenden Röhrchen hat, oder man schickt die Proben selbst in ein geeignetes Labor.
Nach der Behandlung sollte ein erneuter Test erst 4 Wochen danach erfolgen, da es sonst zu einem falsch-positiven Befund kommen kann. Die Bruchstücke der toten Giardien werden noch bis zu 4 Wochen ausgeschieden und könnten zu einem positiven Ergebnis führen. Dann wiederum ein drittes Mal 4 Wochen später, ausserdem nach 4-6 Monaten nochmals den gesamten Katzenbestand nachtesten zu lassen ist angeraten.


Klassische Behandlung von Giardien

In der Schulmedizin kennt man zwei Mittel, eines ist ein breit wirkendes Wurmmittel, das andere ein spezielles Antibiotikum:

Wirkstoff: Fenbendazol (z. B. Panacur) – Wurmmittel
Wirkstoff: Metronidazol (z. B. Clont oder Flagyl) – Antibiotikum

Die Medikamente werden in mehreren Intervallen (5 Tage Tablette 3 Tage Pause 5 Tage Tablette. Das ganze im Zyklus von 3 Wochen) gegeben, da Giardien die Fähigkeit haben, sich in die Galle zurückzuziehen. Außerdem werden alle im Haus lebenden Tiere – auch wenn sie symptomfrei sind - mitbehandelt um gegenseitige Neuinfizierungen zu vermeiden.
Weil Metronidazol (tötet die Giardien nicht, sondern hemmt nur die Vermehrung!) sehr bitter schmeckt, nicht zerbröselt werden soll und viele Katzen unter diesem Medikament sehr speicheln, ist Panacur (Fenbendazol) für Katzen die angenehmere Alternative. Panacur ist angeblich ein gutes Mittel gegen Giardien, hilft aber laut Aussage verschiedener Züchter u. gut informierter Tierärzte mitlerweile nicht mehr , da die meisten Stämme immun dagegen sind. Letztlich sind jedoch beide Medikamente nebenwirkungsreich, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall treten nicht selten auf. Am besten erfolgt nach der Medikamentenphase eine Darmsanierung mit geeigneten Mitteln, da bei diesen Mittel die gesamte Darmflora angegriffen wird.
Bei stark erkrankten und sehr geschwächten Katzen sollten noch weitere, die Symptome behandelnde Medikamente eingesetzt werden, damit es Ihrer Katze schnell besser geht.
Auf beide Medikamente haben sich allerdings bereits Resistenzen gebildet und man kann leider nur von einer Wirksamkeit von ca. 70 - 75 % ausgehen. Viele infizierte und erkrankte Tiere leiden deswegen an einer chronischen Giardiose.

Sollten beide oben genannten Medikamente nicht zum Erfolg führen, laut Aussage vieler Züchter wirkt Silberwasser Kolloid in Ionenform, in Verbindung mit Spartrix. Die grössten Erfolge erzielten Züchter und Liebhaber, die neben Spartrix auch KS gaben bzw. vor allem damit putzten. WICHTIG: ALLE Tiere müssen mitbehandelt werden!!! Der Wirkstoff "Carnidazol" in Form von dem Produkt " Spartrix" ist schon lange bekannt und hat auch noch Erfolg, obgleich es ursprünglich für Brieftauben mit einer Giardiose hergestellt wurde. Ein Geheimtipp unter Züchtern und gerade bei großen Tierbeständen zu empfehlen.

Carnidazol
ist der Wirkstoff von Spartrix.
Viele TA's sind bei Spartrix leider noch nicht 'onboard'. Bei Interesse sollen die ruhig bei der Firma anrufen, dort ist ein TA der dann Auskunft gibt. Vorab nochmal eine kurze Zusammenfassung:
Wirkstoffgruppe "Nitroimidazole": Die beiden Vertreter der Nitroimidazol-Gruppe sind Metronidazol und Tinidazol. Canidazol gehoert dazu, auch wenn es nirgends mitgelistet wird. Jedes Medikament hat eine unterschiedliche Verbindung, und ist daher in Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht gleichzusetzen mit allen anderen der gruppe. Jedes hat eigene Charakteristiken. Die potenziellen Gefahren sind die gleichen. Es hat sich im Vergleich eben einfach in der Praxis gezeigt das Carnidazol besser verträglich ist, und (noch) wirksam.

So wirken Nitroimidazole:

Die Nitroimidazole sind so genannte prodrugs. Selbst wirkungslos, werden sie nach Aufnahme durch die Bakterien oder Parasiten von deren Stoffwechsel in die eigentlichen Wirkstoffe umgewandelt. Die so entstehenden Substanzen verbinden sich chemisch mit der Erbinformation des Krankheitserregers und blockieren dessen Herstellung. Die Bakterien und Parasiten werden auf diese Weise schon nach wenigen Stunden abgetötet. Die Umwandlung der Nitroimidazole in die wirksamen Giftstoffe ist im Wesentlichen auf Bakterien- und Parasitenzellen beschränkt, die ohne Sauerstoff leben (Anaerobier). Nitroimidazole hemmen in der Leber das Enzym Aldehydoxidase, welches zum Alkoholabbau benötigt wird. Durch die gestörte Weiterverarbeitung kann sich das hochgiftige Abbau-Zwischenprodukt Acetaldehyd im Körper anhäufen. (Nur gut das unsere Katzen nicht 'saufen') Einsatzgebiet der Nitroimidazole sind Infektionen im Bauchraum und im Magen-Darm-Trakt, zum Beispiel mit Helicobacter pylori, Lamblien oder Balantiden, Infektionen und Entzündungen der Geschlechtsorgane, Trichomonaden oder Gardnerellen, sowie Infektionen der Harnwege mit Amöben

Dosierung und Behandlungsschema:

1 mal 2 Tabletten pro kg Körpergewicht und Behandlungstag. (Bei einer 5 kg Katze also 10 Tabletten, bei einer 5,3 kg Katze dann 11 Tabletten). Je nach Befall kann man die Gabe in ein paar Tagen wiederholen.


Inzwischen werden immer öfter Wege der alternativen Medizin erfolgreich eingesetzt:


Kolloidales Silber bei Giardien
:

Kolloidalem Silber wird die Fähigkeit nachgesagt, wie ein „natürliches Antibiotikum“ zu wirken und verschiedene Erreger und Parasiten bekämpfen zu können. Über 10 Tage
Kolloidales Silber (50 ppm, 2 x täglich je 0,7 ml pro kg Körpergewicht; per Spritze aufgezogen, aufgefüllt mit Wasser, damit das Silber auf schnellem Weg transportiert wird, direkt ins Mäulchen). Eine Woche Pause und dann die Gabe sicherheitshalber noch mal wiederholen.
Auch ins Trinkwasser kann man ein paar Tropfen geben.

Eine weitere naturheilkundliche Therapie (welche auch unterstützend zu anderen Behandlungen eingesetzt werden kann), stellt eine speziell zur Bekämpfung von Giardien entwickelte Formel aus der chinesischen Kräuterheilkunde dar, welche den Namen
GiardexTM. trägt. Diese Naturheilkäuter sollen die Parasiten abtöten, bevor sie ins Zystenstadium kommen:
Da es sich hier um natürliche Kräuter handelt, kommt es nicht zu Nebenwirkungen. Außerdem entwickeln die Giardien keine Immunität gegen Giardex und kann das Mittel notfalls auch langfristig gegeben werden.

Neuerdings gibt es mehrere Rückmeldungen das auch Kokosöl ALLEINE geklappt hat, allerdings dauert es mehrere Wochen, geht also nur wenns den Katzen gut genug geht um das auszusitzen.
Bio-Kokosöl mind. 3x pro Tag zu jeder Mahlzeit oder zwischendurch, je nach Gewicht und Verträglichkeit 1 TL – 1 EL pro Dosis. Über den gesamten Behandlungszeitraum ca. 6 Wochen und länger.

Alle drei Mittel zusammen verabreicht erzielten schnell gute Ergebnisse für die Bekämpfung der Giardien


Ernährung bei einer Giardiose

Solange ein akuter Durchfall und weitere damit zusammenhängende Beschwerden auftreten, ist Schonkost um den Darm zu entlasten der beste Weg. Wenn sich die Verdauung wieder normalisiert hat, wäre Frischfleisch am besten. Falls Sie das nicht geben können oder möchten, ist Dosennahrung von guter Qualität, ohne Getreide und Zucker eine Alternative. Giardien ernähren sich bevorzugt von dem Kohlhydratanteil des Darminhaltes. Aus diesem Grund sollte man Trockenfutter während dieser Zeit strikt meiden. Auch kann man Heilerde zur Sanierung des Darms über das Futter streuen.

Hygiene bei einer Giardiose

Ihre an Giardien erkrankte Katze scheidet mit jedem Klogang die länger lebensfähigen Giardienzysten aus. Durch kleinste Kotreste, die an ihrem After kleben, können die Giardien sich auch an ihren bevorzugten Liegeplätzen verteilen. Das sind die – neben der oben beschriebenen Erkenntnis, dass die Giardien gegen die meisten Putzmittel resistent sind – Fakten, mit denen wir uns bei der Hygiene auseinander setzen müssen, allerdings sterben die Zysten ab einer Temperatur von 70 Grad Celsius auch minus Grade mögen sie nicht.. Andererseits können Giardien nur durch eine orale Aufnahme erneute Infektionen hervorrufen und aufgrund der längeren Zeitspanne der Gabe der schulmedizinischen oder alternativen Medikamente sind die Katzen während dieser Zeit vor einer Reinfektion relativ sicher. Eine verstärkte Hygiene macht im Falle einer Giardiose durchaus Sinn, aber ich versuche mit meinen Worten einem Sie und Ihre Katzen stressenden Putzwahn vorzubeugen. Niemand kann auf dieser Welt in einer normalen Wohnung oder Haus keimfrei leben. Überall tummeln sich Erreger, Pilzsporen und Kleinstlebewesen, egal wie viel Sie putzen, Sie werden es nicht schaffen jede einzelne Giardienzyste oder andere Erreger zu vernichten.

Wassernäpfe: Täglich mit frischen Wasser befüllen und vorher reinigen und auskochen. Ins frische Trinkwasser ruhig einige Tropfen Kolloidales Silberwasser geben. Brunnen während dieser Zeit am besten nicht benutzen und nach einer Giardose erst mal gründlich heiß reinigen und beiseite stellen.

Futternäpfe: Nach jeder Fütterung heiß – siehe oben – reinigen

Schlafplätze der Katzen: Alles was bei Kochwäsche möglich ist wöchentlich waschen, um eine stetige Reinfektion zu vermeiden. Alles anderen entweder für 1-2 Tage einfrieren oder mit Kolloidales Silberwasser besprühen. Damit die Bettchen nicht zigmal gewaschen werden müssen, empfiehlt es sich kochfeste Handtücher für die Giardienzeit drüber zu legen und diese jeden 2 – 3 Tag zu wechseln.

Alle anderen Orte an den sich Ihre Katzen aufhalten: Die großen Aktionen, wie Dampfreinigen der Kratzbäume, Polstermöbel und der Teppiche können sie sich sparen. Es wird zwar empfohlen, aber es ist nicht zwingend notwendig. Normale Sauberkeit wie sie es ohnehin mit ihrem Tier handhaben, genügt. Im Gegenteil, der Dampf des Reinigers kühlt schon vor dem Eindringen in Teppiche oder Stoffe der Kratzbäume soweit ab, dass das lauwarme, feuchte Milieu das dadurch gefördert wird  ein idealer Nährboden für die Entwicklung der Einzeller ist. Sprühen Sie die Sachen mit Kolloidalen Silberwasser ein. Man braucht zum Putzen mit KS keine Unmengen. Füllt das Silberwasser in einen Blumensprüher und besprüht die ganze Umgebung! Den Dampfreiniger nur für glatte Böden benutzen

Kratzbäume, Höhlen + Körbchen: einmal wöchentlich mit Kolloidales Silberwasser besprühen, danach alles so gut es geht mit kochfesten Handtücher abdecken und jeden 2 Tag in die Kochwäsche.

Katzenklo: Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Katzenklo, da dies eine sehr hohe (Re)-Infektonsquelle darstellt!!! Vor allem in der Anfangszeit der Behandlung am besten mehrmals täglich die Klumpen entsorgen. Alle Katzenklos täglich mit kochendem Wasser reinigen oder abdampfen. Das Streu sollte jeden Tag komplett ausgewechselt werden (also preisgünstiges Katzenstreu besorgen). Finden sich vor den Klos Kotflecken, wegwischen, KS draufsprühen und einwirken lassen. Hat ein Tier Kot am Popo: saubermachen und mit KS einsprühen!!! Bei Hunden und Katzen mit langem Fell kann man dies um den After wegschneiden, damit er besser sauber zu halten ist


Spielzeug: was zum auskochen ist, wird ausgekocht, das andere in die Gefriertruhe. Auch kann man in einer Frostnacht im Winter den Kranzbaum auf den Balkon oder Garten stellen.


Denken Sie daran (und sagen Sie es Ihren Kindern!), dass es wichtig ist, regelmäßig die Hände zu waschen.

Im Sommer empfiehlt sich auch Fliegenbekämpfung besonders in ländlichen Gebieten (Fangstreifen, Fliegengitter) da Schmeissfliegen auch Giardien (und anderes!) übertragen können.
Die typischen Desinfektionsmittel, die gegen Bakterien und Viren wirken, können gegen die Protozoencysten übrigens nichts ausrichten. Es gibt ein gutes Mittel das viele Züchter und auch Tierarztpraxen benützen (wenn man aber mit Kolloidales Silber desinfektiert braucht man es zusätzlich
nicht) mit Namen Disifin. Es gibt Labortests die besagen, in 0.2% Lösung tötet es immerhin die Hälfte der Zysten, in 2%iger Lösung bis zu 88% wenn nicht nachgewischt wird. UND, es gibt einen toxologischen Bericht dass es bis 0.5% ungiftig ist.... (fällt da ausser mir jemandem auf, das bei 2%, wie wir es benutzen müssten, KEINE Garantie mehr gegeben wird???? ). Aber, der Vollständigkeit halber mit aufgeführt, und immerhin sind die soweit man das beurteilen kann ganz ehrlich was ihr Produkt anbelangt, das ist VIEL wert, auch wenn es für mich nicht in Frage käme, ich bin allergisch gegen Chlor, auch schon gegen den Geruch), zu beziehen bei: www.pferdepharm.de

Lassen Sie sich bitte von dem eben Gelesenen nicht erschlagen, die bei Ihnen jetzt ausgelösten Vorstellungen sind viel schlimmer, als es in der Realität sein wird. Letztendlich ist es eine Sache planvollen Vorgehens, so dass der Mehraufwand des Putzens keine so große Rolle spielt und Ihnen leicht von der Hand gehen wird. Also, durchatmen, sacken lassen, Plan machen, Plan abarbeiten!