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Teilnahmebestätigungen: Homöopathie allgemein - Tierhomöopathie, Teil 1 u. Teil 2


Naturheilmedizin

Nicht alle Katzenkrankheiten müssen gleich mit Pharmaka- Medikamenten behandelt werden, denn wie bei den Menschen, kann auch bei den Katzen mit Homöopathie eine Besserung herbeigeführt werden. Sie wirkt entweder unterstützend oder gar heilend. Über die Jahre habe ich mich eingelesen und mir ein gewisses Wissen angeeignet und habe Tier-Homöopathische Kurse erfolgreich abgelegt. Vieles hab' ich zuerst an mir selbst ausprobiert, bevor ich es unseren Katzen gegeben habe. Wenn bei mir schon allein der Glaube hilft, so gibt es bei Katzen keinen Placeboeffekt.

Similia Similibus Currentur. Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden.

Dieser Satz beschreibt das Grundprinzip der Homöopathie und erklärt auch den Unterschied zur Schulmedizin. Da ich aber keine ausgebildete Homöopathin bin, möchte ich hier nur ein paar gängige Mittel für bestimmte Krankheitsbilder vorstellen, übernehme aber keinesfalls die Gewähr fürs Gelingen. Hier möchte ich auf einschlägige Literatur oder auf einen ausgebildeten und anerkannten Homöopathen verweisen. Gerne gebe ich jedoch bei Bedarf einen individuellen Rat (ohne Gewähr).

Wichtig!
Die hier angeführten Tipps zur Behandlung mit Homöopathika und/ oder Komplexmitteln ersetzen keinesfalls den Gang zum Tierarzt! Sie sind lediglich als unterstützende Maßnahme gedacht. Jegliche Haftung und Gewähr für Personen-, Sach- und/oder Vermögensschäden durch die vorgeschlagenen Therapiemaßnahmen wird von mir ausgeschlossen.

Bei schweren Verletzungen, hohem Fieber, oder ungewöhnlich starken Symptomen sollte in jedem Fall ein Tierarzt aufgesucht werden. Akute Krankheiten, die sich nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Gabe einer homöopathischen Arznei deutlich gebessert haben, sollten auch von einem Tierarzt abgeklärt werden.
Chronische Erkrankungen gehören in jedem Fall in die Hände eines Fachmannes. Dasselbe gilt für die Behandlung lebenswichtiger Organe. Eine falsche Behandlung kann unter Umständen schweren Schaden anrichten, eine echte Heilung behindern oder im schlimmsten Fall sogar unmöglich machen!!! Eine homöopathische Behandlung kann hier häufig die schulmedizinische zusätzlich unterstützen.

Nicht (bzw. homöopathisch nur unterstützend) behandelt werden können innere und äußere Verletzungen (Brüche, Wunden etc.). Größte Vorsicht ist geboten bei schwerwiegenden akuten Erkrankungen (z. B. Vergiftungen). Hier ist vor allem auch das Einschätzungsvermögen des Katzenhalters gefordert, wie bedrohlich die Situation ist.


Potenzen
Homöopathische Mittel gibt es in verschiedenen Potenzen. D, C.Q und LM Potenzen. Für den Hausgebrauch eignen sich D und C Potenzen am besten. Wobei man hier eine D6, D12 oder C30 empfehlen würde. C200, Q und LM Potenzen gehören in die Hände eines Fachmannes und sind in der Regel auch nur bei langwierigen, chronischen Erkrankungen erforderlich (Ausnahme: Arnica C200).
Für die Hausapotheke empfiehlt es sich die C30 zu beschaffen. Diese muss im Normalfall nur einmalig gegeben werden, so dass sie sich auch für Berufstätige gut eignet. Außerdem kann die C30 in kleinen Röhrchen, die in einer Mappe aus Leder, Alu oder Pappe geordnet werden können, aufbewahrt werden. Da es meist ausreicht eine C30 nur einmalig zu geben, ist diese „kleine“
Apotheke kostengünstig und lange haltbar. Auch auf Reisen kann man sie gut mitnehmen.
Sollte eine Zusammenstellung mit D6/D12 bevorzugt werden, wäre es empfehlenswert die einzelnen Mittel in 10g Fläschen zu besorgen.


Dosieranleitung für homöopathische Mittel
Homöopathische Mittel gibt es in Form von Globuli, Tabletten oder Tropfen. Komplexmittel sind verschiedene Mittel in einer Tablette. Tropfen sollten, da sie Alkohol enthalten, nur im äußersten Notfall verwendet werden!
1 Gabe / Dosis = 5 Globuli, 1 Tablette oder 5 Tropfen Dosierung für D6: bei diesen Potenzen sollte man 3-5-mal täglich 4-5 Globuli geben. Dosierung für D12: gibt man 2-mal am Tag Dosierung für C30: bei dieser Potenz sollte man nur einmalig 2 Globuli geben. Dosierung im akuten Fall: (z.B. hohes Fieber, Durchfall)

D6, D12: alle 30 Minuten 4-5 Globuli, bis zu 10-mal wiederholen, dann sollte eine Besserung der Symptome eingetreten sein. Dann langsam runter dosieren, d.h. am nächsten Tag noch 3-mal, am übernächsten noch 2-mal usw.

C30: 3 Globuli in einem halben Glas Wasser auflösen. Mit einem Plastiklöffel mehrmals umrühren, etwa 1ml in eine Einwegspritze (ohne Nadel) aufziehen und direkt ins Maul geben. Alle 30-60 Minuten wiederholen, nach etwa 6-8 Gaben sollte eine Besserung der Symptome eingetreten sein. Dann langsam runter dosieren, wie bereits bei D6, D12 beschrieben. Vor jeder neuen Gabe nochmals umrühren.


Tipps zur Anwendung homöopathischer Arzneien
Die Aufnahme homöopathischer Arzneien erfolgt schnell und gut durch die Mundschleimhaut. Globuli kann direkt ins Maul gegeben werden, oder sie vorher mit einem Plastiklöffel, oder Mörser zerdrücken. Fingerspitze anfeuchten, das Pulver aufnehmen und der Katze direkt ins Maul oder auf die Zunge streichen. Es ist auch möglich die Globuli in 1 Esslöffel Wasser aufzulösen, und mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) direkt ins Maul zu spritzen.

Bei der Verabreichung ist zu beachten:
Homöopathische Mittel sollten generell nicht mit Metall in Berührung kommen, deshalb empfiehlt es sich einen Plastiklöffel und Kunststoffspritzen zu verwenden. Bei der Gabe von Homöopathika sollte nicht gleichzeitig Katzenminze und ätherische Öle wie Kampfer oder Pfefferminz verabreicht werden, da diese die Wirkung beeinträchtigen oder verhindern können. Wenn möglich die Globuli nicht direkt vor oder nach dem Füttern verabreichen, sondern mindestens mit 30 Minuten Abstand zu den Mahlzeiten. Die Globuli sollten an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden. Bitte keine ätherischen Öle (z. B. Teebaumöl o. ä.) in unmittelbarere Nähe aufbewahren.

Abrotanum (artemisia abrotanum, Ebertaufe)
D4 zur Stärkung des Darmes bei Wechsel von Durchfall und Verstopfung, bei Appetitlosigkeit und allgemeiner Schwäche. Schonendes Mittel bei Wurmbefall (Spulwürmer) von Welpen: D3 gibt man dreimal täglich eine Woche lang vor dem Impfen und bei Bedarf. Zum Abschluss nur einmal eine Gabe Calcium carbonicum D200.

Aconitum (blauer Eisenhut)
ist ein sehr wichtiges Mittel bei beginnenden Infektionen. Typisch ist plötzlich einsetzendes Fieber am Abend. Die Katze verhält sich ruhelos, ängstlich. Atmung und Herzschlag sind beschleunigt. Verabreichen sie Aconitum D6 möglichst früh bei Fieberbeginn im Abstand von 20 Minuten. Es hilft nicht mehr, wenn der Infekt auf einem Organ lokalisiert ist.

Aethusa (Hundspetersilie)
Brechdurchfall bei Kindern, Erbrechen von geronnener Milch, gelb- grüne, schleimige Durchfälle. Ich gebe das Mittel, wenn bei den Kitten der typische Durchfall mit dem Erbrechen von geronnener Milch einsetzt. Ursache ist meistens die erste Rolligkeit der Mutter. D3 oder D6, 3 x täglich. Wenn keine Besserung eintritt - auf jeden Fall zum Tierarzt, da Kitten bei Durchfall sehr schnell abbauen.

Allium cepa
bei akutem Schnupfen mit Niesen, Tränenfluss und klarem, wässerigem, wundmachendem Nasensekret. Achtung: Cepa bei milden Tränen und scharfem Nasenausfluss, sonst Euphrasia. D3 2 x tägl. 1 Dosis.

Apis (Apis mellifica, die Honigbiene)
Hat schon oft geholfen, die lästigen Begleiterscheinungen von Insektenstichen zu mildern. Wenn die Katze gestochen wurde, alle 15 Minuten eine Gabe, danach seltener. Bis sich die Schwellung deutlich zurückgebildet hat, bekommt die Katze noch dreimal täglich eine Gabe. Sollte der Stich jedoch im Auge oder im Mund- oder Rachenraum sein, muss man unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen. Bis man diesen erreicht, Apis mellifica D6 eingeben und die Stichstelle mit Eiswürfeln kühlen. Apis D3 od. D4 hat sich außerdem als Entzündungsmittel bei Infektionen der Schleimhäute, Harnwege und bei Gesäuge Entzündung, wenn nur einzelne Gesäugekomplexe entzündet sind, bewährt. Stündlich eine Gabe, nach Besserung dann dreimal täglich. Mit Apis D30 zumindest dreimal täglich wird Restflüssigkeit aufgesaugt wenn ein Kitten bei der Geburt Fruchtwasser geschluckt hat (bis sie nichts mehr hören, meist reichen zwei bis drei Gaben).

Arnica (Arnica montana, Berwohlverleih)
fördert die Heilungsbereitschaft, eignet sich hervorragend zur Wundreinigung und Desinfektion. D30 vor und nach Operationen (auch Kastration), jeweils 1 Dosis direkt davor und danach, dann 1 Dosis 1x tgl. für 2 Tage. D6 bei Verletzungen aller Art. Gegen Schock und Blutungen hilft Arnica vorzüglich! 1 Dosis alle halbe Stunde, nach Besserung 3-mal tgl. (ist auch für den Menschen ein
tolles Mittel, z.B. zur Vorbeugung von “blauen Flecken”!) D4 oder D6 gibt man bei Schock zuständen alle 20 Minuten, sonst zwei bis dreimal täglich eine Gabe. Bei alten antriebsschwachen Katzen hat sich Arnica D200 einmal die Woche bewährt. Arnica sorgt für kräftige Durchblutung und stärkt das Herz. Äußerlich: Arnica extern, 20 Tropfen auf 1 Esslöffel Wasser zur Wundreinigung. Für schwächlich wirkende Welpen, einmal Arnica D30 oder D200 (es reichen ein bis zwei Kügelchen). Nachsorge für die Mutter: einmal Arnica D30 stabilisiert den Kreislauf und wirkt antiseptisch.

Abrotanum D4 / D6
Appetitlosigkeit 3-6-mal 1 Dosis/tgl.

Argentum nitricum D12
Durchfall und Erbrechen wegen Angst, Aufregung, Nervosität

Arsenicum album D12
Magen-Darm-Viruserkrankungen Futtervergiftung

Baptisia (Wilder Indigo)
wirkt bei allen Infektionen im Nasen-, Rachen- und Mundhöhlenbereich. Hat die Katze hohes Fieber, ist sehr müde bis apathisch, wenn man in den Mund schaut sieht der Zungenrand wie zerfressen aus, und auf der Zunge sind eine oder sogar mehrere Blasen. Diese Erscheinungen treten während eines Katzenschnupfens auf, dessen Verursacher ein Herpes- oder Calicivirus ist. Die Tiere sitzen erbarmungswürdig vor dem Futternapf und können nicht fressen. Baptisia verabreicht man am ersten Tag alle zwei Stunden je eine Gabe, am zweiten Tag alle drei Stunden, und an den weiteren Tagen dreimal täglich. Baptisia heilt so rasch, dass man hinterher oft denkt: "So schlimm kann die Krankheit doch gar nicht gewesen sein".

Belladonna D6
hohes Fieber (bis 40 oC), das langsamer kommt als bei Aconitum, D4 alle 1-2 Std 1 Dosis bei beginnender Gesäuge Entzündung, um diese evtl. noch abzufangen.

Bryonia (alba) D6
akute Bronchitis, Kehlkopfentzündung.

Bufa D8 -D10/Amp. D8
gegen abnormes Sexualverhalten, gegen Hängebauch.

Calcium carbonicum (Hahnemanni, Austernschemkalk)
verhindert Wiederbefall mit Würmern bei Welpen, zum Abschluss des Entwurmens mit Abrotanum einmal eine Gabe Calcium carbonicum D200. Muskelzittern, Krämpfe, erweiterte Pupillen, starkes Hecheln bei der Mutter nach einer Geburt sind Hinweise auf Eklampsie: drei bis fünf Gaben Calcium Carbonicum D30 dazwischen mindestens vier Gaben Magnesium phosphoricum D6 für drei bis fünf Tage lang, mit Besserung seltener. Es fördert die Entwicklung, d.h. den Einbau der in der Muttermilch enthaltenen Nährstoffe, insbesondere den Einbau von Mineralstoffen in den Knochen. Man kann Neugeborenen Kitten am ersten Tag 1 Globuli auf die Zunge legen, um so eine Steigerung der Abwehrkräfte und bestmögliche Entwicklung zu erreichen. Auch bei hellen , säuerlich reichenden Durchfällen, die durch Unverträglichkeit von Milch entstehen. Der Mutterkatze gibt man nach der Geburt in der ersten Woche täglich D30, um Eklampsie vorzubeugen.

Calcium phosphoricum (Calciumhydrogenphosphat)
bei Wachstumsstörungen, für gesunde Zahnentwicklung, wirkt sich positiv auf den Knochenbau aus. D6 einmal täglich eine Gabe bis zehn Gramm des Medikaments verbraucht sind, ab dem 3. Monat, für Kitten ist das eine einmalige Chance in ihrem Leben, gesunde und starke Zähne zu bekommen. Für werdende Mütter, drei Tage vor der Geburt bis zehn Tage danach einmal täglich Calcium phosphoricum D30.

Calendula officinalis (Ringelblume)
wirkt reinigend und desinfizierend und fördert die Ausheilung von Wunden. Zur innerlichen und äußeren (Ringelblumensalbe) Anwendung bei Verletzungen.

Cantharis (vesicatoria) D4
akute Blasen- und Nierenbecken-Entzündung.

Carbo vegetabilis D8
subakute Verdauungsstörungen mit hörbaren Darmgeräuschen.

Caulophyllum (Caulophyllum thalictriodes, Frauenwurz)
regt die Wehentätigkeit während der Geburt an und fördert den physiologischen Ablauf der Geburt. Das Mittel wird nur verwendet, wenn Wehen bereits eingesetzt haben, dann aber nachlassen. D6 alle 15 bis 30 Minuten einige Male eine Gabe. Sie können es auch prophylaktisch geben (nach Einsetzen der Wehen, nicht vorher), bzw. wenn die Abstände zwischen den Welpen 50 Minuten und mehr betragen.

Cimicifuga racemosa (Wanzenkraut)
zur Erleichterung der Geburt, zur Verhinderung eines drohenden Aborts, man kann damit normale Wehen aktivieren. D6 alle 30 Minuten einige Male eine Gabe.

Cocculus (indicus) D6
Reisekrankheit - Fahrkrankheit

Crataegus (oxyacantha) D1
Pflegemittel des Herzens

Echinacea (Echinacea augustifolia, Kegelblume, Sonnenhut)
steigert körpereigene Abwehr und ist bei Mensch und Tier in gleicher Potenz einsetzbar. Hilfreich nach Verletzungen und bei Infektionskrankheiten, eignet sich auch gut vor Ausstellungen oder bei Stresssituationen. D1 unterstützt das ganze Immunsystem bei allen Unpässlichkeiten, es ersetzt sogar, rechtzeitig gegeben, ein Antibiotika (dann die Dosierung: 3-mal täglich 1 Dosis für 2 Wochen) sonst zur Unterstützung bei allem 1-mal tgl. 1 Dosis (auch für uns Menschen ein tolles Mittel), oder 1-2 Tabl. ins Trinkwasser für alle Katzen!

Engystol
Ist ein homöopathisches Komplexmittel. Es wird eingesetzt bei Infektionserkrankungen aller Art. In der Humanmedizin wird es vor allem bei Erkältungen und grippalen Infekten verwendet. Engystol gibt es als Tabletten oder Injektionslösung. Man kann es statt Baypamun spritzen, um bei einem Infekt die Immunabwehr zu stärken. 3-mal täglich 1 Tablette.

Euphrasia officinalis (Augentrost)
bei Bindehautentzündungen der Augen oder Hornhautverletzungen, bei Babys, wenn die Äuglein verkleben. D6 oder niedriger, in akuten Fällen dreimal täglich eine Gabe. Auch als Augentropfen erhältlich.

Ferrum phosphoricum D12
Fiebermittel für den Beginn einer Infektion der oberen Atemwege Ohrenentzündung.

Graphites D12
Verstopfung

Hepar sulfuris (Kalkschwefelleber)
ist das Mittel für akute Eiterungsprozesse, die mit hoher Schmerzhaftigkeit und Berührungsempfindlichkeit einhergehen, bei infizierten Wunden, Bisswunden, immer dann wenn es gilt die Abkapselung und Austreibung eines eitrigen Sekretes zu fördern
(es wird nicht umsonst das "homöopathische Messer" genannt), auch beim Schnupfen, wenn sich das eitrige Sekret nicht lösen will. Zweimal täglich eine Dosis für drei Tage.

Hypericum perforatum (Johanniskraut)
zur Wundheilung, beruhigt die Nerven, schmerzlindernd und juckreizhemmend. Verwendet man als Öl, auch bei offenen Wunden

Ignatia D30 (Ignatiusbohne)
ist DAS Heimwehmittel für ihr neues Kätzchen, das sich nach der Mutti sehnt. Dosierung: nur 1 Tag lang, morgens, mittags und abends jeweils eine Gabe, und sie werden merken, wie es wirkt

Ipecacuanha D6
wird bei akuter Bronchitis mit quälendem Husten, der zu Brechreiz und Erbrechen führen kann, sowie Rasselgeräuschen eingesetzt. Anwendung auch bei Erbrechen, wenn die Reizung der Magenschleimhaut durch Haare oder sonstige unverdauliche Stoffe ausgelöst wurde. D4 oder D6 2-4 x täglich eine Dosis

Lachesis mutus (Gift der Buschmeister-Schlange)
das wichtigste Infektions- und Fiebermittel bei der Katze mit Temperaturen über 40,0 C und Vergrößerung der Lymphknoten. Auch nach Geburten zusammen mit Sabina zur Verhütung von Infektionen. Fünf Tage zweimal eine Dosis D8. Bei Gebärmutterentzündung mit erhöhter Temperatur zweimal täglich Pyrogenium D30 im Wechsel mit Lachesis D30 für drei Tage, bei sichtbarem Ausfluss genauso oft Sepia D30. Zusätzlich in jedem Fall: zweimal täglich 0,5 ml Echinacea comp. injiziert oder oral.

Ledum (palustre) D4, D6
Insektenstiche, Zeckenbisse, Stichverletzungen

Magnesium Phosphoricum D4
Durchfall bei Welpen1-2-mal 1 Dosis/tgl. 3-5 Tage z.B. bei Nahrungswechsel

Mercurius solubilis (Quecksilber)
bei starken Schleimhautentzündungen mit Neigung zu Blutungen, Zahnfleisch- und Rachenentzündungen, blutige Durchfälle, akute Blasenentzündungen. Zweimal täglich eine Dosis D8.

Murex Purpureus (Purpurschnecke)
kann die Rolligkeit der Katze regulieren, wenn die Katze zu oft rollig wird. D30 alle vier bis fünf Tage einmal am Tag, bis die Rolligkeit auf ein normales Maß reduziert ist. bei unausgelasteten Katern 1-mal 1 Dosis/tgl. ca. 1 Woche lang

Nux vomica D6 (Brechnus)
Magendarmmittel bei schlechtem Appetit mit Verstopfung oder auch Erbrechen und Durchfall, Koliken, Blähungen, wirkt regulierend auf den Magen- Darmtrakt. Zwei bis viermal täglich eine Dosis D6. Viele Patienten klagen nach einer Narkose über Brechreiz. Homöopathisch kann hier Nux vomica, die Brechnuss, helfen. Insbesondere, wenn neben der Narkose nach der Übelkeit noch starke Müdigkeit und Kopfschmerzen sowie eine Neigung zu Krämpfen bestehen, kann dieses große homöopathische Mittel gute Dienste leisten. Andere Mittel, die nach einer Narkose oft in Frage kommen, sind Belladonna, Chamomilla, Coffea oder Lachesis, wenn das entsprechende Arzneimittelbild sich mit dem aktuellen Symptomenbild in Einklang bringen lässt. Dosierung: Nux vomica D6, 3x1 Gabe täglich

Okoubaka (aubrevillei) D2, D3
Entgiftungsmittel: unterstützt die Ausscheidung von Giften und deren Stoffwechselprodukten

Phytolacca (Kermesbeere)
zur Behandlung der Milchdrüsen, besonders bei Verhärtungen. D6 oder D3 lassen die Milch fließen, wenn man zwei bis dreimal täglich eine Gabe verabreicht. D1 beseitigt bei gleicher Dosierung einen Milchstau und lässt auch die Milch versiegen.

Pulsatilla pratensis (Wiesen-küchenschelle)
wirkt positiv auf die Geschlechtsfunktion, bei Kätzinnen auf die Eierstockfunktion, die Gebärmutter und fördert die Erweiterung der Geburtswege, mit Pulsatilla vorbereitete Katzen haben viel Fruchtwasser. D4 gibt man zur Geburtsvorbereitung ab dem 50. Schwangerschaftstag einmal täglich eine Gabe. Bei Milchmangel zwei bis dreimal täglich eine Gabe D4 bis die Milch fließt. Bei Unpässlichkeiten des Magen-Darm-Traktes: 3-5-mal tgl. 1 Dosis. Bei Bindehautentzündung, wenn diese schon mit gelblichen Sekret einhergeht: 2-3-mal tgl. 1 Dosis bis zur Besserung.

Rhus toxicodendron D6 (Giftsumach)
D6 hilft bei akuten wie chronischen Gelenkentzündungen (Arthritis). Es heilt auch die Folgen von Verrenkungen, Verstauchung und Zerrungen.

Rubia tinctorum D2 oder D4
Nieren- und Blasensteine

Sabina (Sadebaum)
fördert die Ausscheidung der Nachgeburt und die Rückbildung der Gebärmutter, auch zur Verhinderung des Frühaborts. D6 zur Geburtsnachsorge zweimal täglich eine Gabe, ca. 2-4 Tage lang. Zur Verhinderung eines Aborts setzt man besser Tropfen ein im 1/2 stündlichen Abstand

Silicea (acidum silicium, Kieselsäure)
bei Schäden der Haut und schlechter Heilung, wirkt positiv auf das Bindegewebe, als Balsam sehr zu empfehlen bei Verbrennungen, ausgezeichnetes Mittel für Jungtiere, die nicht gedeihen wollen.
D30 bei Hautverdickungen (bei ewigem Kratzen entstanden), Narben, schlecht heilende Wunden: zweimal täglich 1-2 Wochen lang oder bis alles verheilt ist. Bewährt hat sich Silicea auch zur Vorbeugung gegen Impfreaktionen, einige Tage vor und einige Tage nach einer Impfung D12 zwei- bis dreimal täglich. Jungtiere bleiben ohne ersichtlichen Grund im Wachstum zurück: einmal täglich Silicea D12 (besser D200) für einige Tage, danach einmal pro Woche bis alles im Lot ist.

Staphisagria D6
Schnittwunden und Operationswunden, D12 Haarausfall durch meist hormonelle Umstellung (Geburt, Rolligkeit, Kastration) 2-mal 1 Dosis/tgl. 1 Woche lang

Sulfur (gereinigter Schwefel)
das Mittel beim Stoffwechsel von Haut und Schleimhaut, beim Fellwechsel, bei stumpfen oder fettigen Haar, zur Reaktionssteigerung und Entgiftung. Ausscheidungsmittel von Stoffwechselschlacken auch nach vorausgegangenen chemischen Behandlungen. Bei Hauterkrankungen, wenn der Fellwechsel verzögert eintritt, die Unterwolle sich nicht lösen will, der Fellwechsel zu lange andauert, das Fell stumpf ist, die Haare sich fettig anfühlen, besonders auf dem Rücken und zum Verfilzen neigen. D12 einmal täglich zehn Tage lang oder D30 einmal pro Woche. Gegen Akne am Kinn oder Fettschwanz gibt man D6 dreimal täglich 8-10 Tage lang.

Thuja occidentalis
gegen Impfschäden, D12 oder eine andere Potenz bei lokalen Reaktionen.

Traumeel Tabletten
Ist ein Komplexmittel aus verschiedenen homöopathischen Komponenten. Es gibt Traumeel als Tabletten, Salbe, Tropfen, Ampullen, Gel. Traumeel wird eingesetzt bei Verletzungen und Entzündungen aller Art (z.B. Abszesse, Zahnfleischentzündungen).
In der Humanmedizin wird es eingesetzt bei Sportverletzungen und Unfällen, Blutergüssen, Zahnfleischentzündungen, Arthrosen, Schwellungen und Entzündungen aller Art. Nach einer Kastration zweimal täglich eine Tablette ca. 2-4 Tage lang. Auch bei Milchstau oder beginnender Gesäugeentzündung der Mutterkatze hilft es sehr gut. Bestens geeignet bei Verstauchungen oder ähnlichem. Es sollte als Notfallmittel in keinem Katzenhaushalt fehlen!

Urtica urens (Brennessel) leistet die gleichen Dienste wie Phyrolacca. D30 regt die Milchproduktion an, D1 schränkt sie wieder ein, wenn man alle 6 Stunden eine Gabe verabreicht. Neigt die Katze zum Abort: eine Ampulle Viburnum opulis D200 unter die Haut in der ersten Woche nach der Deckung. Oder: Viburnum opulis D30 zweimal wöchentlich in den ersten vier Wochen

Veratrum album D6 (Weiße Nieswurz, Germer) bei Durchfall, Erbrechen, Erschöpfungszuständen, Kreislaufschwäche mit Kollapsneigung, Ohnmacht, bei vermehrter Absonderung von Schweiß, Speichelfluss, kalter Schweiß auf der Stirn, Migräne, Schwindel, bläuliche Blässe im Gesicht, Heißhunger, Durst auf kaltes Wasser

Viburnum opulus (Gemeiner Schneeball) Neigt Mieze zum Abort: eine Ampulle Viburnum opulis D200 unter die Haut in der ersten Woche nach der Deckung. Oder: Viburnum opulis D30 zweimal wöchentlich in den ersten vier Wochen

Diese Auflistung ist nicht vollständig, aber als Einstieg geeignet.
Wichtig: Bleibt der Behandlungserfolg aus oder sind Sie unsicher, ist natürlich unverzüglich der Tierarzt zu konsultieren! Eine Dosis entspricht 1 Tablette oder 5 Globuli.
Tropfen sind weniger geeignet, da sie Alkohol enthalten, der allerdings durch Schütteln verfliegt.
Im Allgemeinen ist D6 die angezeigte Potenz, wenn nichts anderes angegeben wird.

Symptome:

Abort: Sabina, Cimicifuga, Viburnum opulis
Abstillen Phytolacca, Urtica
Abwehr stärken Echinacea
Akne Sulfur
Allgemeinbefinden Silicea
Appetitlosigkeit Abrotanum, Nux vomica
Bindehautentzündung Euphrasia, Pulsatilla
Blähungen Nux vomica
Blasenentzündung Mercurius
Caliciviren Baptisia
Darmstärkung Abrotanum, Nux vomica
Durchfall Abrotanum, Nux vomica
Durchfall, blutig Mercurius
Durchfall bei Welpen Magnesium Phosphoricum D4
Eierstockfunktion Pulsatilla
Eiterungsprozesse Hepar sulfuris
Eklampsie Calcium carbonicum
Entgiftung Sulfur
Entzündungen Apis
Erbrechen Nux vomica
Fellwechsel Sulfur
Fettschwanz Sulfur
Fieber Aconitum, Lachesis
Fruchtwasser geschluckt Apis
Frühgeburt Sabina, Cimicifuga, Viburnum opulis
Gebärmutterentzündung Lachesis
Gebärmutterrückbildung Sabina
Geburtserleichterung Cimicifuga
Gedeihstörung Silicea
Geburtsnachsorge Arnica, Sabina
Gelenkentzündung Rhus Toxicodendron
Gesäugeentzündung Apis, Traumeel, Belladonna
Haarprobleme Sulfur
Hautprobleme Sulfur, Silicea
Heilungsbereitschaft Arnica
Heimweh Ignatia
Herpesviren Baptisia
Hornhautverletzung Euphrasia
Immunsystem stärken Echinacea
Impfschäden Thuja, Silicea
Infektionen Aconitum, Lachesis
Insektenstiche Apis
Kastration Arnica, Traumeel
Katzenschnupfen Baptisia
Knochenbau Calcium phosphoricum
Magen-Darm-Unpässlichkeit Pulsatilla
Milchdrüsenverhärtung Phytolacca
Milchmangel Pulsatilla, Phytolacca, Urtica
Milchstau Phytolacca, Traumeel
Nachgeburt Sabina
Narben Silicea
Nieren und Blasensteine Rubia tinctorum D2 oder D4
Operationen Arnica, Traumeel
Reaktionssteigerung Sulfur
Rolligkeit regulieren Murex Purpureus
Schleimhautentzündung Mercurius
Schnupfen Baptisia
Schnupfen, eitrig Hepar sulfuris
Schockzustände Arnica
schwache Kitten Arnica
Schwächezustand Abrotanum
Spulwürmer Abrotanum
Verbrennungen Silicea
Verklebte Augen Euphrasia
Verletzungen Calendula, Hypericum
Verstopfung Graphites D12
Verrenkungen, Verstauchungen Rhus Toxicodendron, Traumeel
Wachstumsstörungen Calcium phosphoricum
Wehenschwäche Caulophyllum, Cimicifuga
Wundheilung Arnica, Calendula, Hypericum, Silicea
Wundreinigung Arnica
Würmer, Verhinderung Wiederbefall Calcium carbonicum
Zahnentwicklung Calcium phosphoricum
Zahnfleischentzündung Mercurius

Quellennachweis: Synthesis - Hahnemann Institut für homöopathische Dokumentation.